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Crush + Size Technology

BETONRECYCLING

Wenig Sand, viel Grobkorn

Recyclingbeton als Ressource

HOHE QUALITÄT – RESSOURCEN­SCHONEND UND WIRTSCHAFTLICH

Rohstoffe werden knapper – und die Wiederverwendung von Bauschutt auf höchstmöglichem Qualitätsniveau wird zu einem echten Wettbewerbsfaktor. RC-Beton, früher fast ausschließlich für Verfüllungen oder minderwertige Anwendungen genutzt, soll zunehmend natürliche Gesteinskörnungen im neuen Beton ersetzen. Das ist gut für die Ressourceneffizienz – stellt aber höchste Anforderungen an den Recyclingprozess.

Das größte Problem beim konventionellen Brechen von Bauschutt: hohe Anteile an Feinkorn und Brechsand. Sie können das Recyclingmaterial unbrauchbar machen und die Wirtschaftlichkeit drücken. Ausschussmaterial muss deponiert werden, überschüssige Fraktionen werden mit Abschlag verkauft oder einfach gelagert.

Damit Beton- und Bauschuttrecycling wirklich ressourcenschonend und wirtschaftlich wird, braucht es schonendes Brechen – eines, das die Entstehung von Feinanteil und überschüssigem Brechsand von vornherein verhindert.

Beton-Vorzerkleinerung

Die Primärbrechstufe

VORZERKLEINERUNG — GROSSE BETONBLÖCKE EFFIZIENT BRECHEN

Kantenlänge und Korngröße bestimmen, was eine Brechanlage tatsächlich verarbeiten kann – und traditionell lag diese Grenze recht niedrig. Die Folge: hohe Vorzerkleinerungskosten für Abbruchunternehmen. Konventionelle Brechanlagen für Bauschutt und Beton nehmen typischerweise Aufgabegrößen bis 700 mm an. Alles Größere birgt das Risiko, den Brecher zu verstopfen, zu beschädigen oder den Verschleiß überproportional zu erhöhen.

Der Primärbrecher von Crush + Size Technology beseitigt diesen Engpass nahezu vollständig. Er verarbeitet mühelos Aufgabegrößen mit Kantenlängen bis 1.700 mm und Dicken um 700 mm – schnell und zuverlässig.

Blick in die Primärstufe

PROZESSMERKMALE (PRIMÄRSTUFE)

Der Primärbrecher überzeugt durch direkte, effiziente Aufgabe und grobe Vorzerkleinerung auf 0–250 mm. Eine Vorabsiebung ist nicht erforderlich – kleinere Partikel passieren den Brechraum einfach unverändert. Die Aufgabe kann direkt oder über eine Vibrationsrinne erfolgen.

Der Brechspalt ist hydraulisch verstellbar, und genau diese Hydraulik bildet den Kern des Überlastschutzes: Treten nicht brechbare Fremdkörper auf, weicht eine Walze aus und kehrt unmittelbar danach in ihre Ausgangsposition zurück.

Effizienz der Primärstufe

WIRTSCHAFTLICHKEIT UND ENERGIEEFFIZIENZ (PRIMÄRSTUFE)

Ein Primärbrecher DRC 900-20 kann einen Großteil der Vorarbeiten ersetzen, die sonst Kettenbagger mit Pulverisierern und Hydraulikhämmern übernehmen – Arbeiten, die teuer sind und den Feinanteil in Aufgabematerial und Endprodukt in die Höhe treiben.

Der durchschnittliche Energieverbrauch unseres Primärbrechers ist extrem niedrig – ein Bruchteil dessen, was Baggeranbaugeräte benötigen. Mit einem Durchsatz von 200 t/h rechnet sich der DRC 900-20 von selbst.

Ein weiterer Vorteil: Der Primärbrecher erzeugt sehr wenig Feinmaterial. Das ebnet den Weg für ein grobkörniges, hochwertiges Recyclingmaterial in der nächsten Brechstufe.

Die Sekundärbrechstufe

SEKUNDÄRZERKLEINERUNG — HOCHWERTIGE REZYKLIERTE GESTEINSKÖRNUNG

Das vorzerkleinerte Material gelangt in den Sekundärbrecher und wird zu einer Mischung mit hohem Grobkornanteil aufbereitet. Dabei wird der Beton vollständig vom Bewehrungsstahl getrennt. Da der Prozess schonend ist, bleibt der Verschleiß minimal und die Staubemissionen sehr gering. Korngrößen von 0 bis 63 mm lassen sich wirtschaftlich produzieren.

Unsere Empfehlung für die Sekundärstufe: die Zweiwalzenbrecher der DRC-Baureihe.

Vorzerkleinerter Beton auf dem Förderband während der Sekundärzerkleinerung

Blick in die Sekundärstufe

PROZESSMERKMALE (SEKUNDÄRSTUFE)

Wie in der Primärstufe beruht die Effizienz des Sekundärbrechers auf der direkten Aufgabe und einem hohen Zerkleinerungsverhältnis. Eine Vorabsiebung ist nicht zwingend erforderlich – kleinere Partikel passieren den Brechraum unverändert. Die Aufgabe erfolgt direkt oder über eine Vibrationsrinne.

Der Brechspalt ist hydraulisch verstellbar und bildet das Herzstück des Überlastschutzes: Treten nicht brechbare Objekte auf, weicht die Walze aus und kehrt unmittelbar danach in ihre Ausgangsposition zurück.

Effizienz der Sekundärstufe

WIRTSCHAFTLICHKEIT UND ENERGIEEFFIZIENZ (SEKUNDÄRSTUFE)

Dank der besonderen Werkzeugkontur und der synchronisierten Walzenbewegung bearbeiten die Brechwerkzeuge das Aufgabematerial so, dass Fremdkörper durch Druck und Scherung wirksam abgetrennt werden. Ein Stahlabscheider kann den Stahlanteil anschließend hochrein entfernen.

Ein zentrales Merkmal des Brechguts ist der hohe Anteil wertvoller Fraktionen. Eine Zielkorngröße von 0–63 mm ist für die Sekundärzerkleinerung typisch, die höchste Wertstoffausbeute wird im geschlossenen Kreislauf erreicht.

Fremdstoffe wie Holz oder Kunststoff werden nicht weiter zerkleinert – sie lassen sich mit gängigen Trennverfahren schnell entfernen und belasten das Recyclingmaterial nicht mit unerwünschtem Feinanteil.

Gebrochenes Betonmaterial 0–63 mm, von Hand entnommen

Das rezyklierte Endprodukt

PRODUKTION VON BETONZUSCHLAGSTOFFEN

Das Ergebnis ist eine Endkornverteilung mit hohem Anteil grober und mittlerer Fraktionen, sehr wenig Sand und Mehl – und einer hervorragenden Kornform. Die Sieblinie kommt dem Ideal für Betonzuschlag sehr nahe. Aus einer Aufgabe von 0–63 mm lässt sich beispielsweise Material unter 22 mm mit bemerkenswert geringem Sandanteil produzieren.

Ein Ersatz für Naturstein

BETONZUSCHLAG STATT NATURSTEIN

Das vorzerkleinerte Material (0–32 mm bis 0–63 mm) muss so gebrochen werden, dass es den Eigenschaften natürlicher Gesteinskörnung möglichst nahekommt – nur dann kann es wieder in die Betonproduktion zurückgeführt werden.

Im Normalbeton bilden die Zuschlagstoffe die tragende Matrix; ihre Hohlräume werden minimiert und mit Zementleim gefüllt. Diese Funktion stellt strenge Anforderungen an Größtkorn, Sieblinie, Feinanteil und Wasseranspruch – ebenso wie an Kornform und Stabilität. Rezyklierte Betonzuschlagstoffe müssen exakt dieselben Normen erfüllen wie natürliche Gesteinskörnungen.

Die Crush + Size SGC-Technologie ist ein Zweiwalzenbrecher mit einem Walzwerk, das gezielt für kleinere Fraktionen entwickelt wurde – insbesondere für Betonzuschlagstoffe aus Recyclingbeton (0–11 mm bis 0–22 mm). Die langsam drehenden Walzen arbeiten mit hohem Drehmoment und vermeiden unerwünschten Feinanteil von Anfang an. Eine intelligente Steuerung erlaubt es, das Brechergebnis flexibel zu steuern und die Sieblinie anzupassen.

CRUSH + SIZE TECHNOLOGY GMBH & CO. KG

Material: Kies – FrostschutzGrain Size Technology

Recyclingsplitt im Straßenbau

Praxisbeispiel — frostsichere Schottertragschichten

Der geringe Sand- und Feinanteil sorgt für eine hervorragende Wasserdurchlässigkeit und zuverlässige Frostsicherheit. Je nach Aufgabematerial und Prozess muss unter Umständen sogar Sand zugegeben werden – das heißt, Sie können den Sand wiederverwenden, der bei anderen Aufbereitungsschritten üblicherweise anfällt, statt ihn zu deponieren.

Um bei Handhabung und Verdichtung die gesetzlichen Grenzwerte für Frostschutz- und Schottertragschichten einzuhalten, muss der Anteil feinerer Fraktionen gering bleiben. Nur so lassen sich Wasserdurchlässigkeit und Frostsicherheit im fertig eingebauten Zustand garantieren.

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